Umbau und Sanierung Landtag Stuttgart

 

Umbau und Sanierung Landtag Stuttgart

Der Stuttgarter Landtag gilt als ein Klassiker der Moderne. Erbaut von den Architekten Erwin Heinle und Horst Linde - nach einem Entwurf von Kurt Viertel - ist der Bau nahe des Schlossplatzes Denkmalschützern lieb und teuer. Umso behutsamer muss nun, mehr als 50 Jahre und mehreren kleineren Umbaumaßnahmen später, bei Sanierung und Umbau des Gebäudes vorgegangen werden.

Die denkmalgeschützten Bauteile erforderten besondere Schutzmaßnahmen, eine erhöhte Rücksichtnahme und einen hohen technischen Anspruch, der eine enge Zusammenarbeit von Planern, Statikern, Prüfern und ausführenden Firmen erforderlich machte.

Die beauftragten Rohbauarbeiten starteten im Juni 2014. Im Mittelpunkt der Sanierung stand die Erweiterung des Plenarsaals, in dem bisher Neonröhren für das nötige Licht gesorgt haben. Nach der Sanierung wird Tageslicht mittels eines gelungenen Lichtkonzepts ins Gebäudeinnere geleitet. Das geschieht durch runde Aussparungen in der Decke, die das einfallende Licht bündeln und zentriert in den Plenarsaal leiten. Diese neuartige und aufwendige Technik verlangt enorme Veränderungen in der Tragstruktur des Gebäudes. Weiter mussten durch Nutzungsänderungen Umbauarbeiten in allen Geschossen durchgeführt werden.

Als Anschlußauftrag durfte Gottlob Rommel Bauunternehmung an der Schnittstelle zum ebenfalls neu geplanten Bürger- und Medien-zentrum (voraussichtliche Fertigstellung: 1. Quartel 2017) den neuen Gebäudezugang mit rundem Aufzug erstellen.