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Ein Lied für die Zeitkapsel

Gottlob Rommel baut rund um Stuttgart immer öfter auch Mehrzweckgebäude. Die Nachfrage nach solchen Häusern ist groß. Aber wie stellt man bei solchen Projekten sicher, die Nutzungsgewohnheiten der späteren Bewohner auch tatsächlich zu treffen? Ein Besuch im künftigen Mehrgenerationenhaus Denkendorf gibt einige Antworten.

"Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände über mir und über dir ..." singt ein kleiner Kinderchor im Juni 2017 an der Baugrube in der Berkheimer Straße in Denkendorf. Na, wenn das kein gutes Motto ist für das künftige Mehrgenerationenhaus, das Gottlob Rommel hier in den kommenden Monaten errichten wird! Nach dem kleinen Ständchen wandert das zusammengerollte Papier mit dem Liedtext natürlich in die Zeitkapsel, die im Grundstein des neuen Gebäudes verschwindet. Eingemauert für die Nachwelt!

Dass Yvonne Kirchner mit ihren Kindern zur Grundsteinlegung eingeladen war, ist kein Zufall: Sie ist die künftige Leiterin des Kinderhauses an der Berkheimer Straße, das im Januar 2019 eröffnet wird. 20 Kinder älter als drei Jahre und zehn ganz kleine werden in dem neuen Kindergarten von Yvonne Kirchner und sechs weiteren Kolleginnen betreut werden. Deshalb auch hat der Bauherr, die Gottlob Rommel Grundstücksverwaltung, sie zur Grundsteinlegung eingeladen. Mark Weiher, der zuständige Bauleiter, wird sich in den darauffolgenden Monaten immer wieder mit ihr austauschen.

"Alle paar Wochen habe ich mich mit Frau Kirchner ausgetauscht. Auf sogenannten Bemusterungsterminen haben wir ihre Wünsche zu vielen Details im Gebäude aufgenommen. So zum Beispiel zu Art und Farbe der Fußböden oder der Türen", erklärt Mark Weiher, studierter Bauingenieur und seit 2013 als Bauleiter bei Rommel tätig. "Aus solchen Gesprächen lernen wir als Bauunternehmen auch immer enorm viel für künftige Projekte.

"Aber nicht nur Yvonne Kirchner informiert sich regelmäßig über den Baufortschritt. An einem sonnigen Septembermorgen sind Louis, Simon, Damian, Nico und Elena zu Besuch auf der Baustelle. Rommel hat dafür passende Bauarbeiterhelme und Schutzhandschuhe bereitgelegt. Anschließend führt Mark Weiher die künftigen Nutzer des Erdgeschosses durch die Räume: Bewegungszimmer, Schlafraum, kindgerechte Toiletten, Magazin für Matschhosen und Gummistiefel und noch vieles mehr. Eine zünftige Vesper mit Butterbrezeln ist in diesem Baustellentermin natürlich inbegriffen.

Künftige Nutzer in Bauprozess mit einbeziehen

"Ich bin seit 2003 Erzieherin, aber das neue Kinderhaus an der Berkheimer Straße ist der erste Kindergarten, den ich persönlich mitgeplant habe, wie das ein privater Häuslebauer ja auch machen würde", erzählt Yvonne Kirchner, die seit 12 Jahren in Denkendorf arbeitet und mit der Kinderbetreuung im Ort gut vertraut ist. "Die Außenanlagen, die Raumplanung, die Ausstattung - ich hätte vorher nicht gedacht, dass ich so oft mitreden darf. Wir haben die Pläne auch mit den Eltern der Kinder besprochen und konnten den Leuten von Gottlob Rommel so immer ein sehr direktes Feedback geben. Nun ist die Vorfreude auf die Eröffnung im kommenden Januar natürlich groß, denn das ist im wahrsten Sinne des Wortes unser Kinderhaus", sagt Frau Kirchner.

Aber da war doch die Rede vom Mehrgenerationenhaus, nicht nur vom Kindergarten? Richtig: Der viergeschossige Bau an der Berkheimer Straße beherbergt in den oberen Etagen auch 12 betreute Seniorenwohnungen. Die meisten davon sind bereits vor Fertigstellung vermietet. Ein lärmender Kindergarten in der Nachbarschaft? "Aber gern", meinten wohl viele der älteren Herrschaften in dem Seniorenhaus nebenan, mit denen Gottlob Rommel vor Baubeginn natürlich auch im Gespräch war. Schließlich bringt ein Kindergarten Leben ins Viertel. Und Yvonne Kirchner ergänzt: "Mehrgenerationenhaus an der Berkheimer Straße bedeutet auf jeden Fall nicht nur nebeneinander leben, sondern auch miteinander. Geplant sind etwa ein Backtag von Jung und Alt oder auch gemeinsame Singstunden." Bestimmt auch mit "Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände über mir und über dir ...".

PS: Träger des Kinderhauses an der Berkheimer Straße in Denkendorf ist der Evangelische Kleinkinderpflegeverein, den es seit über 150 Jahren gibt. Die Architekten des Mehrgenerationenhauses sind Hähnig und Gemmeke Freie Architekten BDA.

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